Wüllenweber, E. & Theunissen, G. (2004). Handbuch Krisenintervention Band 2. Praxis und Konzepte zur Krisenintervention bei Menschen mit geistiger Behinderung. Stuttgart: Kohlhammer.

Noch konsequenter als im ersten Band ist Band 2 des Handbuches auf die Praxis zugeschnitten: Es werden methodische Zugänge der Deeskalation, Case Management, Supervision, Mediation und Konfliktberatung vorgestellt. Im zweiten Teil des Buches werden vorgestellte Konzepte in de Anwendung auf spezifische Personengruppen dargestellt, der dritte Teil behandelt die Krisenprävention und im abschließenden vierten Teil werden erstmalig konkrete Konzepte verschiedener Träger zur Krisenintervention vorgestellt. Auch Band 2 des Handbuches eignet sich hervorragend zur Umsetzung in der Praxis und zur Erweiterung von Hintergrundwissen zur Krisenintervention. Durch den Aufbau der Bücher können beide Bände ganz im Sinne des Titels als Handbücher genutzt werden, die nicht von vorne nach hinten durchgearbeitet werden müssen, sondern in einzelnen Beiträgen zusammengefasstes nutzbares Wissen vermitteln.

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Selbstbestimmung und Interpretation

"Über den Begriff Selbstbestimmung ist in Bezug auf Menschen mit Assistenzbedarf bereits viel publiziert worden (...). Ein zentraler Punkt ist hierbei die Interpretation des Begriffs. Selbstbestimmung bedeutet nicht, dass sich behinderte Menschen selbst überlassen sind oder, wie eine Mitarbeiterin berichtete [...]. Selbstbestimmung bewegt sich immer im Spannungsfeld zwischen dem, was eine Person für sich selber möchte (individuelle Kategorie) und dem, was im Kontext einer Gruppe bzw. der Gesellschaft möglich ist (soziale Kategorie) (Theunissen, Plaute 1995)" (S. 79)

Niehoff, U. &Schablon, K.-U. Selbstbestimmung und Teilhabe: Welches Rüstzeug brauchen professionelle Unterstützer? In: Hähner, U., Niehoff U., Sack, R. Walther H. (2005). Kompetent begleiten: Selbstbestimmung ermöglichen, Ausgrenzungen verhindern!. Die Weiterentwicklung des Konzepts »Vom Betreuer zum Begleiter«. Marburg: Lebenshilfe Verlag.