Wüllenweber, E. & Theunissen, G. (2004). Handbuch Krisenintervention Band 2. Praxis und Konzepte zur Krisenintervention bei Menschen mit geistiger Behinderung. Stuttgart: Kohlhammer.

Noch konsequenter als im ersten Band ist Band 2 des Handbuches auf die Praxis zugeschnitten: Es werden methodische Zugänge der Deeskalation, Case Management, Supervision, Mediation und Konfliktberatung vorgestellt. Im zweiten Teil des Buches werden vorgestellte Konzepte in de Anwendung auf spezifische Personengruppen dargestellt, der dritte Teil behandelt die Krisenprävention und im abschließenden vierten Teil werden erstmalig konkrete Konzepte verschiedener Träger zur Krisenintervention vorgestellt. Auch Band 2 des Handbuches eignet sich hervorragend zur Umsetzung in der Praxis und zur Erweiterung von Hintergrundwissen zur Krisenintervention. Durch den Aufbau der Bücher können beide Bände ganz im Sinne des Titels als Handbücher genutzt werden, die nicht von vorne nach hinten durchgearbeitet werden müssen, sondern in einzelnen Beiträgen zusammengefasstes nutzbares Wissen vermitteln.

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Selbstbestimmung: Dimensionen

"Der Anspruch über alle Bereiche der eigenen Lebensführung frei und ohne Zwang durch andere entscheiden zu können. Das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen ist in Deutschland ein durch die Verfassung garantiertes Recht (Artikel 2 Grundgesetz). Im völkerrechtlichen Sinne beinhaltet das Selbstbestimmungsrecht der Staaten, dass alle Völker und Nationen ihren politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Status frei bestimmen können.

Für die Emanzipation behinderter Menschen spielt das Recht auf Selbstbestimmung eine zentrale Rolle, da dieses Recht auch über den Verfassungsanspruch hinaus in der politischen und sozialen Praxis in Deutschland erst durchgesetzt werden musste und muss." (S. 873)

 

Zirder, H. (Hg; 2003). Was wollen wir, wenn alles möglich ist? Fragen zur Bioethik. München: DVA.