Watzlawick, P. (1992). Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn, Täuschung, Verstehen.München, Zürich: Serie Piper.

Konstruktivistischer Beitrag zur Kommunikationsforschung: Wirklichkeit ist das Ergebnis von Kommunikation. Watzlawick beschreibt detailliert und verständlich Probleme der Kommunikationsforschung. Er nutzt zur Verdeutlichung intensive Bilder, z.B. das vom neurotischen Pferd, dessen Lösung eines Problems mit der Lösung zu einem Problem geworden ist. Die Grundannahmen, auf denen Watzlawicks Ausführungen beruhen, sind konstruktivistisch, vermeintliche Sicherheiten löst der Autor dabei oft in Kontingenzen oder Paradoxe auf, betont damit den Konstruktionscharakter der Wirklichkeitswahrnehmung.

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Basale Selbstbestimmung

Elemente basaler Basale Selbstbestimmung (Überwindung des intellektuell verkürzten Verständnis von Selbstbestimmung, welches, zu Ende gedacht, Menschen mit schwerer geistiger Behinderung ausschließen würde (S. 93):

1. Selbstentscheiden - dem Menschen mit geistiger Behinderung bei den kleinsten Angelegenheiten des Alltags die Möglichkeit geben, zu entscheiden (Autonomieprinzip).

2. Erfahren der eigenen Wirkung - (Notwendigkeit der) Erfahrung, dass die eigene Aktivität grundsätzlich zu einem Resultat führt (Ausbildung der Kopplung von Handlung und Erfahrung).

3. Selbsttätigkeit - Selbstbetätigung im Sinne einer motorischen Aktivität aus eigenem Impuls, im eigenen Rhythmus. Selbstbestimmung wird hinsichtlich der kognitiven Anforderungen voraussetzungsloser. (S. 77 ff.)

 

Weingärtner, C. (2009). Schwer geistig behindert und selbstbestimmt. Eine Orientierung für die Praxis. Freiburg im Breisgau: Lambertus.