Waldschmidt, A. & Schneider W. (2007). Disability Studies, Kultursoziologie und Soziologie der Behinderung. Erkundungen in einem neuen Forschungsfeld. Bielfeld: transcript DS.

Textsammlung aus den relevante Themenfeldern der Disability Studies. Behinderung als verkörperte Differenz, Anschluss der Disability Studies an die Machtanalytik Foucaults u.a. Nicht ganz voraussetzungslos, trotzdem sollte dieses Buch Standartlektüre für alle sein, die mit dem Bereich Soziale Arbeit und Behinderung in Kontakt sind. Das Buch ist so aufgebaut, dass im ersten Teil die Grundgedanken und Ansichten der Disability Studies dargestellt werden, auf diese Perspektive aufbauend lassen sich die anderen Beiträge gut lesen. Die eingenommene Perspektive stellt dabei eine Bereicherung dar, sie enttarnt geläufige Denkstrukturen und zeigt an vielen Stellen auf, dass Voraussetzungen im Bereich Behinderung zu oft unhinterfragt als gültig angenommen werden.

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Selbstbestimmung: Dimensionen

"Der Anspruch über alle Bereiche der eigenen Lebensführung frei und ohne Zwang durch andere entscheiden zu können. Das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen ist in Deutschland ein durch die Verfassung garantiertes Recht (Artikel 2 Grundgesetz). Im völkerrechtlichen Sinne beinhaltet das Selbstbestimmungsrecht der Staaten, dass alle Völker und Nationen ihren politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Status frei bestimmen können.

Für die Emanzipation behinderter Menschen spielt das Recht auf Selbstbestimmung eine zentrale Rolle, da dieses Recht auch über den Verfassungsanspruch hinaus in der politischen und sozialen Praxis in Deutschland erst durchgesetzt werden musste und muss." (S. 873)

 

Zirder, H. (Hg; 2003). Was wollen wir, wenn alles möglich ist? Fragen zur Bioethik. München: DVA.