Schulz von Thun, F. (2002). Miteinander reden. Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag.

Klassiker der Kommunikationspsychologie: Schulz von Thun stellt hier sein Vier-Seiten-Modell der Kommunikation vor: Jede Nachricht eines `Senders´ enthält die vier Ebenen des Sachinhalts, der Beziehung, der Selbstoffenbarung und des Appels. Gleichzeitig verfügt jeder Empfänger über ein individuell ausgeprägtes Verhältnis, auf diese vier Ebenen zu reagieren, bzw. sie aus einer Nachricht herauszufiltern. Auf diese Weise wird die ankommende Nachricht gleichsam zu einem Machwerk des Empfängers - hier liegt die Ursache für so manche Kommunikationsstörung. In weiteren Kapiteln geht Schulz von Thun ausführlich auf die vier Seiten der Nachricht ein und schildert dabei Muster zur Konfliktklärung auf der Beziehungseben u.a.

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Basale Selbstbestimmung

Elemente basaler Basale Selbstbestimmung (Überwindung des intellektuell verkürzten Verständnis von Selbstbestimmung, welches, zu Ende gedacht, Menschen mit schwerer geistiger Behinderung ausschließen würde (S. 93):

1. Selbstentscheiden - dem Menschen mit geistiger Behinderung bei den kleinsten Angelegenheiten des Alltags die Möglichkeit geben, zu entscheiden (Autonomieprinzip).

2. Erfahren der eigenen Wirkung - (Notwendigkeit der) Erfahrung, dass die eigene Aktivität grundsätzlich zu einem Resultat führt (Ausbildung der Kopplung von Handlung und Erfahrung).

3. Selbsttätigkeit - Selbstbetätigung im Sinne einer motorischen Aktivität aus eigenem Impuls, im eigenen Rhythmus. Selbstbestimmung wird hinsichtlich der kognitiven Anforderungen voraussetzungsloser. (S. 77 ff.)

 

Weingärtner, C. (2009). Schwer geistig behindert und selbstbestimmt. Eine Orientierung für die Praxis. Freiburg im Breisgau: Lambertus.