Prior, M. (2009). MiniMax-Interventionen. 15 minimale Interventionen mit maximaler Wirkung. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag.

Prior stellt kurz und bündig 15 Interventionen auf sprachlicher Ebene dar, die in Gesprächen mit Klienten oder Kollegen hilfreich sind, um lösungsfokussierte Kommunikation herzustellen. Die Interventionen sind einfach und wirkungsvoll, es handelt sich teilweise lediglich um kleine Worte, die -richtig eingesetzt- große Wirkung erzielen können. Das Buch eignet sich für Praktiker, die nicht erst einen Theoriedschungel durchlaufen möchten um an effektivere Sprachmuster zu gelangen, die das eigene kommunikative Verhalten Aufbessern können. Die Interventionen verschieben die Perspektive einer Problemorientierung auf eine Lösungsorientierung und sorgen so dafür, dass alternative Betrachtungsweisen und damit Anschlussmöglichkeiten für Lösungen gefunden werden können, die bis dahin nicht in den Blick geraten sind. Das Buch ist anwendungsbezogen und verzichtet auf theoretische Ausführungen über Wirkungsmechanismen und -zusammenhänge.

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Selbstbestimmung als Schlüsselbegriff

"Selbstbestimmung ist ein Schlüsselbegriff in der gegenwärtigen Diskussion um die Zurückschneidung des Wohlfahrtstaates. Sie impliziert eine Leugnung von sozialen Abhängigkeiten und führt oft genug zu einer Negativbewertung jener, die auf Hilfe angewiesen sind. Sennett behauptet eine Korrelation zwischen Abhängigkeit, Scham und Zorn: Wenn sich die Erfahrung der Abhängigkeit mit einem Gefühl der Scham über diese Abhängigkeit verbindet - was nahe liegt, weil Abhängigkeit negativ konnotiert ist und als persönlicher Makel, als Indiz des Scheiterns verstanden wird - dann entstehen hilflose Wut und Misstrauen." (S. 203)

Dederich, M. (2001). Menschen mit Behinderung zwischen Anerkennung und Ausschluss. Bad Heilbronn: Klinkhardt.