Pantucek, P. (2006). Soziale Diagnostik. Verfahren für die Praxis Sozialer Arbeit. Wien, Köln, Weimar: Böhlau Verlag.

Pantucek stellt zunächst grundsätzliche Aussagen zur Sozialen Diagnose und Fallkonstitution dar, bestimmt dann die Rolle des Themas im professionellen Handlungsprozess und trifft Aussagen zu Problemen sozialer Diagnosen. Im Hauptteil des Buches führt Pantucek dann in ausgewählte Diagnoseinstrumente ein, z.B. Netzwerkkarten, biografische Zeitbalken, Inklusions-Chart, Person-In-Environment-Classification-System und andere. Die Diagnoseinstrumente werden verständlich, mit Grafiken und Beispielen dargestellt, so dass ein Übertrag in die Praxis in vielen Fällen direkt möglich ist. Auf seiner Homepage (www.pantucek.com) stellt Pantucek Materialien zur Verfügung, mit denen beschriebene Verfahren umgesetzt werden können. Das Buch ist für die praktische Tätigkeit von gutem Nutzen, es liefert Anregungen und Methoden zur systematischen Darstellung, Beschreibung und Intervention. Einige der vorgestellten Instrumente sind in Bezug auf die Lebenswelt von institutionalisierten Menschen mit Behinderungen anwendbar, andere könnten durch eine Modifikation sicherlich Zielgruppenspezifischer werden.

...what about...

Selbstbestimmung und unendliche Kindheit

"Eltern und auch professionelle Helfer neigen noch oft dazu, den Erwachsenenstatus nicht ernst zu nehmen und auf eine "unendliche Kindheit" zu fixieren. Allein die Sprache, aber auch die Ignoranz gegenüber erwachsenenspezifischen Wünschen und Entwicklungsaufgaben, einem partnerschaftlichen Umgang sowie dem Recht geistig behinderter Menschen, auf Entlassung aus einer lebenslänglichen Erziehungsbedürftigkeit verraten diese immer noch weit verbreitete Gepflogenheit." (S. 57)

Theunissen, G. &Plaute, W. (1995). Empowerment und Heilpädagogik. Freiburg im Breisgau: Lambertus.