Miebach, B. (2006). Soziologische Handlungstheorie. Eine Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Miebach liefert in dieser Einführung auf über 400 Seiten eine fundierte Lektüre über die zentralen Ansätze soziologischer Handlungstheorien. Durch die Verknüpfung der einzelnen Theorien mit praktischen Beispielen werden die theoretischen Ausführungen veranschaulicht. Als theoretischer Hintergrund für das Handeln in der Praxis oder Praxisreflexion gut geeignetes Buch, auch die Gestaltung von Seminaren oder Workshops kann mit Inhalten des Buches umgesetzt werden. Miebach stellt in den Abschnitten Dimensionen sozialen Handelns, Soziales Handeln in Rollen und Institutionen, Soziales Handeln im Alltag, Soziales Handeln in Systemen, Soziales Handeln als Konstruktion sowie Soziales Handeln und Rationalität die Ansätze verschiedener Theoretiker wie Mead, Goffman, Luhmann, Berger/Luckmann, Giddens u.a. vor.

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Selbstbestimmung als Schlüsselbegriff

"Selbstbestimmung ist ein Schlüsselbegriff in der gegenwärtigen Diskussion um die Zurückschneidung des Wohlfahrtstaates. Sie impliziert eine Leugnung von sozialen Abhängigkeiten und führt oft genug zu einer Negativbewertung jener, die auf Hilfe angewiesen sind. Sennett behauptet eine Korrelation zwischen Abhängigkeit, Scham und Zorn: Wenn sich die Erfahrung der Abhängigkeit mit einem Gefühl der Scham über diese Abhängigkeit verbindet - was nahe liegt, weil Abhängigkeit negativ konnotiert ist und als persönlicher Makel, als Indiz des Scheiterns verstanden wird - dann entstehen hilflose Wut und Misstrauen." (S. 203)

Dederich, M. (2001). Menschen mit Behinderung zwischen Anerkennung und Ausschluss. Bad Heilbronn: Klinkhardt.