Miebach, B. (2006). Soziologische Handlungstheorie. Eine Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Miebach liefert in dieser Einführung auf über 400 Seiten eine fundierte Lektüre über die zentralen Ansätze soziologischer Handlungstheorien. Durch die Verknüpfung der einzelnen Theorien mit praktischen Beispielen werden die theoretischen Ausführungen veranschaulicht. Als theoretischer Hintergrund für das Handeln in der Praxis oder Praxisreflexion gut geeignetes Buch, auch die Gestaltung von Seminaren oder Workshops kann mit Inhalten des Buches umgesetzt werden. Miebach stellt in den Abschnitten Dimensionen sozialen Handelns, Soziales Handeln in Rollen und Institutionen, Soziales Handeln im Alltag, Soziales Handeln in Systemen, Soziales Handeln als Konstruktion sowie Soziales Handeln und Rationalität die Ansätze verschiedener Theoretiker wie Mead, Goffman, Luhmann, Berger/Luckmann, Giddens u.a. vor.

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Selbstbestimmung: Dimensionen

"Der Anspruch über alle Bereiche der eigenen Lebensführung frei und ohne Zwang durch andere entscheiden zu können. Das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen ist in Deutschland ein durch die Verfassung garantiertes Recht (Artikel 2 Grundgesetz). Im völkerrechtlichen Sinne beinhaltet das Selbstbestimmungsrecht der Staaten, dass alle Völker und Nationen ihren politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Status frei bestimmen können.

Für die Emanzipation behinderter Menschen spielt das Recht auf Selbstbestimmung eine zentrale Rolle, da dieses Recht auch über den Verfassungsanspruch hinaus in der politischen und sozialen Praxis in Deutschland erst durchgesetzt werden musste und muss." (S. 873)

 

Zirder, H. (Hg; 2003). Was wollen wir, wenn alles möglich ist? Fragen zur Bioethik. München: DVA.