Markowetz, R., Cloerkes, G. (2000). Freizeit im Leben behinderter Menschen. Theoretische Grundlagen und sozialintegrative Praxis. Heidelberg: Universitätsverlag Winter.

Das Fachbuch wendet sich an Praktiker, Theoretiker und Laien gleichermaßen. Umfassend, fundiert und verständlich geschrieben, wird der Lebensbereich Freizeit für Menschen mit Handicap in den Mittelpunkt des Interesses gerückt und aufgezeigt, an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht, um das Feld der Freizeitgestaltung zu einem integrativen Raum der Begegnung und Inklusion auszugestalten. Markowetz und Cloerkes versammeln in diesem Buch auf gut 400 Seiten Aufsätze diverser Theoretiker und Praktiker unter den folgenden thematischen Abschnitten: Theoretische Grundlagen; Ausgewählte Aspekte der gegenwärtigen Freizeitdiskussion; Sozialintegrative Praxisbeispiele; Zusammenfassung, Ausblick, Forderungen und Adressen.

Das Buch führt in gelungener Weise die Theorie und Praxis von Freizeit im Leben behinderter Menschen zusammen, zeigt Ideen, Möglichkeiten und Bedarfe auf. Highlight: Der abschließende Teil des Buches stellt eine Fülle von Adressen als "Markt integrativer Freizeitgestaltungsmöglichkeiten" (S. 377) zur Verfügung, die in folgenden Kategorien sortiert sind: Erwachsenenbildung, Reisen, Stadtführer für behinderte Menschen, Natur- und Freizeitführer, Sport, Kultur, Freizeitangebote & Clubs, weiterführende Angebote, Schlüsseladressen.

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Selbstbestimmung, Vollzug und Pragmatik

"Der Begriff Selbstbestimmung besitzt auch eine vollziehende Dimension, im Sinne von Macht über etwas haben oder vollziehendem Handeln." (S. 24)

"Selbstbestimmung bezieht sich auf ein einzelnes Wesen, das sich erkennt indem es sich definiert und Macht über sich ausübt." (S. 29)

"In dem pragmatischen Verständnis geht Selbstbestimmung nicht gänzlich in Handlungsfreiheit über." (S. 28)

"Selbstbestimmung ist bei Menschen mit schwerer geistiger Behinderung unabdingbar auf die Anerkennung durch andere angewiesen." (S. 65)

"Bezeichnend für das pragmatische Verständnis von Selbstbestimmung ist die konkrete relative Handlungsfreiheit." ( S. 28)

 

Weingärtner, C. (2009). Schwer geistig behindert und selbstbestimmt. Eine Orientierung für die Praxis. Freiburg im Breisgau: Lambertus.