Klee, E. (2004). »Euthanasie« im NS-Staat. Die »Vernichtung lebensunwerten Lebens«. Frankfurt am Main: Fischer.

Auf über 450 Seiten dokumentiert Klee die im dritten Reich durchgeführten Massentötungen von Bürgern, die als krank oder behindert gegolten haben. Klee zeichnet die Entstehung und die Umsetzung des Euthanasieprogramms nach und enthüllt, mit welchen Methoden die Massentötungen verschleiert und ideologisch legitimiert wurden. Das Buch stellt eine moralische Verpflichtung dar, mit allen Mitteln dafür zu sorgen, dass solche Taten nicht wiederholt werden dürfen, sondern der Wert eines jeden Menschen mit allen Möglichkeiten geschützt werden muss, besonders vor dem Hintergrund der Diskussion um Bioethik und Pränataldiagnostik.

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Selbstbestimmung: Dimensionen

"Der Anspruch über alle Bereiche der eigenen Lebensführung frei und ohne Zwang durch andere entscheiden zu können. Das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen ist in Deutschland ein durch die Verfassung garantiertes Recht (Artikel 2 Grundgesetz). Im völkerrechtlichen Sinne beinhaltet das Selbstbestimmungsrecht der Staaten, dass alle Völker und Nationen ihren politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Status frei bestimmen können.

Für die Emanzipation behinderter Menschen spielt das Recht auf Selbstbestimmung eine zentrale Rolle, da dieses Recht auch über den Verfassungsanspruch hinaus in der politischen und sozialen Praxis in Deutschland erst durchgesetzt werden musste und muss." (S. 873)

 

Zirder, H. (Hg; 2003). Was wollen wir, wenn alles möglich ist? Fragen zur Bioethik. München: DVA.