Klee, E. (1989). »Die SA Jesu Christi« Die Kirche im Banne Hitlers. Frankfurt am Main: Fischer.

Pfarrer Schirrmacher in seiner Festansprache zum 100 jährigen Jubiläum des Rauhen Haus´ in Hamburg, 1933: "Wir begrüßen euch alle als die SA Jesu Christi und die SS der Kirche, ihr wackeren Sturmabteilungen und Schutzstaffel im Kampf gegen Not, Elend, Verzweiflung und Verwahrlosung, Sünde und Verderben...Evangelische Diakonie und Nationalsozialismus gehören in Deutschland zusammen. [...] Ich wünsche, dass unsere jungen Brüder in den Diakonenanstalten sämtliche SA-Männer werden." Klee ermittelte für dieses Buch die Haltung und die Taten der Kirche zum Nationalsozialismus. Er stellt dar, wie beispielsweise die evangelischen Diakonissen Hitler geradezu orgiastisch Huldigen und dass die Verfolgung und Tötung von Juden von den Kirchen begrüßt und ignoriert wurde. Klee bemisst die Kirche im dritten Reich nüchtern in ihren Handlungen und Haltungen an dem eigenen hohen Anspruch der Verkündigung der Liebe Gottes zu den Menschen, zu den Schwachen und Armen, ohne dabei gegen die Kirche, vor allem die vielen widerständigen Kirchenmitglieder zu schreiben.

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Selbstbestimmung, Vollzug und Pragmatik

"Der Begriff Selbstbestimmung besitzt auch eine vollziehende Dimension, im Sinne von Macht über etwas haben oder vollziehendem Handeln." (S. 24)

"Selbstbestimmung bezieht sich auf ein einzelnes Wesen, das sich erkennt indem es sich definiert und Macht über sich ausübt." (S. 29)

"In dem pragmatischen Verständnis geht Selbstbestimmung nicht gänzlich in Handlungsfreiheit über." (S. 28)

"Selbstbestimmung ist bei Menschen mit schwerer geistiger Behinderung unabdingbar auf die Anerkennung durch andere angewiesen." (S. 65)

"Bezeichnend für das pragmatische Verständnis von Selbstbestimmung ist die konkrete relative Handlungsfreiheit." ( S. 28)

 

Weingärtner, C. (2009). Schwer geistig behindert und selbstbestimmt. Eine Orientierung für die Praxis. Freiburg im Breisgau: Lambertus.