Hartogh, T. & Wickel, H. (2004). Handbuch Musik in der Sozialen Arbeit. Weinheim und München: Juventa.

Dieses Handbuch bietet fundierte Informationen zum Einsatz von Musik in der Sozialen Arbeit. Nach einer kurzen Einführung über Musik in der sozialpädagogischen Ausbildung folgt ein Grundlagenteil mit den Themen Musikalität, Musikpsychologische und -soziologische Grundlagen sowie soziale Kulturarbeit und Musik. Im dritten Abschnitt des Bandes folgt ein Überblick über Methoden und Medien (Singen, Instrumentarium, Gruppenimprovisation, Perkussion, Rhythmik, Hip-Hop, Musikhören u.a.). Das vierte Kapitel beschreibt multimodale und multimediale Bezüge (Musik und Spiel, Musik und Bewegung etc.), während im letzten thematischen Kapitel verschiedene Arbeitsfelder vorgestellt werden. Für alle, die in der Arbeit zielgerichtete Angebote aus dem Themenzusammenhang Musik anbieten (wollen), bietet das Buch viele Anregungen und Inspiration, sowie fachliche Informationen. Für differenziertere theoretische Ausführungen sei das Handbuch Musikpsychologie von Bruhn u.a. empfohlen.

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Selbstbestimmung als Schlüsselbegriff

"Selbstbestimmung ist ein Schlüsselbegriff in der gegenwärtigen Diskussion um die Zurückschneidung des Wohlfahrtstaates. Sie impliziert eine Leugnung von sozialen Abhängigkeiten und führt oft genug zu einer Negativbewertung jener, die auf Hilfe angewiesen sind. Sennett behauptet eine Korrelation zwischen Abhängigkeit, Scham und Zorn: Wenn sich die Erfahrung der Abhängigkeit mit einem Gefühl der Scham über diese Abhängigkeit verbindet - was nahe liegt, weil Abhängigkeit negativ konnotiert ist und als persönlicher Makel, als Indiz des Scheiterns verstanden wird - dann entstehen hilflose Wut und Misstrauen." (S. 203)

Dederich, M. (2001). Menschen mit Behinderung zwischen Anerkennung und Ausschluss. Bad Heilbronn: Klinkhardt.