Hähner, U., Niehoff, U., Sack, R. & Walter, H. (2005). Kompetent begleiten: Selbstbestimmung ermöglichen, Ausgrenzungen verhindern! Die Weiterentwicklung des Konzepts »Vom Betreuer zum Begleiter«. Marburg: Lebenshilfe-Verlag.

Praxisbuch mit zahlreichen Beispielen zur Selbstbestimmung und dem Einbezug von Menschen mit geistiger Behinderung z.B. in die Entwicklung von Praxiskonzepten. Engagiert, verständlich und weitreichende Folgen des Umdenkens implizierend geschrieben. Das Buch ist in drei Abschnitte untergliedert (Selbstbestimmung: Diskussionsstand und Rahmenbedingungen; Ausgrenzung verhindern!; Praxis entwickeln!), die den thematischen Rahmen für die Aufsätze der Autoren markieren. Das Buch kann genutzt werden, ohne den Vorgängerband (Vom Betreuer zum Begleiter) zuvor zu lesen.

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Selbstbestimmung, Vollzug und Pragmatik

"Der Begriff Selbstbestimmung besitzt auch eine vollziehende Dimension, im Sinne von Macht über etwas haben oder vollziehendem Handeln." (S. 24)

"Selbstbestimmung bezieht sich auf ein einzelnes Wesen, das sich erkennt indem es sich definiert und Macht über sich ausübt." (S. 29)

"In dem pragmatischen Verständnis geht Selbstbestimmung nicht gänzlich in Handlungsfreiheit über." (S. 28)

"Selbstbestimmung ist bei Menschen mit schwerer geistiger Behinderung unabdingbar auf die Anerkennung durch andere angewiesen." (S. 65)

"Bezeichnend für das pragmatische Verständnis von Selbstbestimmung ist die konkrete relative Handlungsfreiheit." ( S. 28)

 

Weingärtner, C. (2009). Schwer geistig behindert und selbstbestimmt. Eine Orientierung für die Praxis. Freiburg im Breisgau: Lambertus.