Fengler, J. (1992). Helfen macht müde. Zur Analyse und Bewältigung von Burnout und beruflicher Deformation. München: Verlag J. Pfeiffer.

Wo mit Menschen (zusammen) gearbeitet wird, sollte das Phänomen des Burnout nicht außer Acht gelassen werden. Gerade in der Ausbildung von Fachkräften ist dieses Thema meist schwierig zu platzieren, die angehende Fachkraft steckt voller Tatendrang und Enthusiasmus - wer möchte sich da mit den Prozessen des persönlichen Ausbrennens beschäftigen? Burnout rückt oft erst dann in den Mittelpunkt, wenn erste Anzeichen festgestellt werden oder Kollegen/Personen im Umfeld betroffen sind. Es trifft nicht nur professionell Tätige, Burnout kann auch z.B. durch die Pflege von Angehörigen im eigenen Haushalt ausgelöst werden. Fengler gibt in seinem Buch zunächst einen Überblick über Wege, die zum Helfen führen. Als nächstes geht er auf Belastungen ein, auf Selbstbelastung, Belastung durch Klienten, das Team, die Institution u.a. Im dritten Abschnitt stellt Fengler berufliche Deformationen dar ("[...] als Gesamt der Schädigungen, Verformungen, Fehlentwicklungen, Abnutzungen, Verschleißerscheinungen, Erstarrungen, Fehlorientierungen, Entfremdungen, Realitäts- und Wahrnehmungsverluste und Verkennungen in Erleben, Verhalten und Denken [...]" S. 127), um abschließend Möglichkeiten der Bewältigung aufzuzeigen. Für Interessierte gibt es hier einen online Burnout-Selbsttest.

Selbstbestimmung; Normen

"Häufig sind es andere (z.B. Eltern), die die Normen und Standarts für ein "glückliches Leben" des geistig behinderten Kindes setzen und dabei eine in jedem Menschen angelegte Eigenart, die Qualitäten seines So-Seins, einem utilitaristisch-präformierten Förderplan weitgehend unreflektiert opfern." (S. 55)

Theunissen, G. & Plaute, W. (1995). Empowerment und Heilpädagogik. Freiburg im Breisgau: Lambertus.