Dechmann, B., Ryffel, C. (2001). Soziologie im Alltag. Eine Einführung. Weinheim und Basel: Beltz.

Praxisorientierte Bestseller-Einführung in soziologische Grundthemen. Anschaulich, verständlich und unterhaltsam geschrieben. Die Inhalte werden didaktisch gut vermittelt, es macht Spaß, das Buch zu lesen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, verwendete Fachbegriffe anschaulich erklärt. Das Buch führt in verschiedene Grundbegriffe der Soziologie ein, die erläutert und in Bezug auf die Möglichkeit des "angewandten soziologischen Denkens" mit der Praxis verknüpft werden. Ein rundweg gelungenes Einsteigerbuch in die Grundzüge soziologischen Denkens.

Dechmann und Ryffel stellen nach einer Erklärung über das soziologische Denken dessen Anwendungsmöglichkeiten auf das Individuum, kleine Gruppen, die Organisationsebene und die Gesellschaftsebene dar.

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Selbstbestimmung, Vollzug und Pragmatik

"Der Begriff Selbstbestimmung besitzt auch eine vollziehende Dimension, im Sinne von Macht über etwas haben oder vollziehendem Handeln." (S. 24)

"Selbstbestimmung bezieht sich auf ein einzelnes Wesen, das sich erkennt indem es sich definiert und Macht über sich ausübt." (S. 29)

"In dem pragmatischen Verständnis geht Selbstbestimmung nicht gänzlich in Handlungsfreiheit über." (S. 28)

"Selbstbestimmung ist bei Menschen mit schwerer geistiger Behinderung unabdingbar auf die Anerkennung durch andere angewiesen." (S. 65)

"Bezeichnend für das pragmatische Verständnis von Selbstbestimmung ist die konkrete relative Handlungsfreiheit." ( S. 28)

 

Weingärtner, C. (2009). Schwer geistig behindert und selbstbestimmt. Eine Orientierung für die Praxis. Freiburg im Breisgau: Lambertus.