Dahmer, H. & Dahmer, J. (1999). Gesprächsführung. Eine praktische Anleitung. Stuttgart: Thieme Verlag.

Dahmer & Dahmer stellen das Konzept der auxiliären Gesprächsführung vor. Die auxiliäre Gesprächsführung soll den Klienten darin unterstützen, Lösungen für seine Probleme zu finden. Hierzu bedient sich das Konzept vorwiegend Elementen der Klientenzentrierten Gesprächsführung und seltener der Beraterzentrierten Gesprächsführung. Wesentliche Elemente sind das Aktive Zuhören und Formen der Resonanz, die den Klienten auf dem Weg zu einer für ihn stimmigen Lösung unterstützen. Dahmer & Dahmer beschreiben Voraussetzungen für die praktische Durchführung auxiliärer Gespräche (vertrauliche Situation, den Klienten sichern, Vertrauen schaffen) und den praktischen Gesprächsablauf. Danach gehen sie auf die Haltung des (verbalen und nonverbalen) Aktiven Zuhörens und emotionale Anteile im auxiliären Gespräch (Mitfühlen, Vertiefung, Abwehrmechanismen) ein. Teil drei des Buches setzt sich mit dem Thema Resonanz auseinander und gibt Hinweise auf Fallgruben der auxiliären Gesprächsführung. Im Anhang werden Beispielfälle und Aufgabensammlungen mit Lösungen angeboten.

Selbstbestimmung und Abhängigkeit

"Abhängigkeit an sich ist übrigens nicht unbedingt ein negativer Begriff. [...] Das Inanspruchnehmen von Hilfen ist ein menschliches Positivum. Sie erhält ihren Wert vor allem dann, wenn sie als Hilfe zur Selbsthilfe geleistet wird." (S. 21)

Speck, O. (2001; 21). Autonomie und Gemeinsinn. In Theunissen, G. (2001). Verhaltensauffälligkeiten - Ausdruck von Selbstbestimmung?. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.